Bockhaltung

Tipps zur Bockhaltung

Zum Thema Tipps zur Bockhaltung haben wir auch ein Faltblatt erstellt, welches Sie herunterladen und ausdrucken können.

Die Haltung von 2 Meerschweinchen-Böcken erfordert Fingerspitzengefühl und ein paar Regeln die zu beachten sind.

Aufreiten ist ein normales Verhalten, es soll die Rangordnung klären und ist unbedenklich. Es dauert so lange, bis sich einer der beiden unterwirft. Bitte trennen sie die beiden nur, wenn sie sich blutige Kämpfe liefern oder sie augenscheinlich merken, dass einer extrem leidet und abnimmt, weil er gemobbt wird und nicht mehr fressen kann.

Man kann über ca. 2 Wochen Bachblüten Notfallstropfen auf beide Meeris auftragen, um z.B. die Eingewöhnung zu erleichtern oder das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Die Kastration von Meerschweinchenböcken als Präventivmaßnahme ist nicht sinnvoll und hat auf die "Chemie" der beiden Tiere keinen Einfluss. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die Haltung von Böcken manchmal nicht funktioniert, weil die Chemie entweder von Anfang an oder dann nicht mehr stimmt.

Bitte bedenken Sie immer, ein leerer oder fader Käfig ist das Schlimmste für ein Meeri. Es sind Fluchttiere die sich gerne verstecken und immer wieder sehr gerne auch auf Entdeckungsreise gehen.

Hier gibt's Tipps zur Käfiggestaltung

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Berichte zur Bockhaltung aus den Meerschweinchen Nachrichten 1/2002 der MFiÖ

1. Bettina Teubl, langjährige Züchterin.

Es hält sich ja leider vehement das Vorurteil, dass man Böcke nicht zusammen halten kann. Eines von so vielen Vorurteilen gegen Meerschweinchenböcke. Hier möchte ich ein wenig Aufklärungs- Arbeit leisten und darauf hinweisen was einen erwartet und was normal ist. Durch meine Zucht und die Aufnahme einiger Notfalltiere hatte ich bald eine "Sammlung" mehrerer Böcke. Die meisten in Zweierhaltung, manche in Dreierhaltung und manche alleine da sie sich nicht in Zweierhaltung vertragen wollten. Somit wurden es immer mehr Käfige und dieses konnte es ja nicht sein. Alle nahm ich eines Abends 17 Böcke und setzte diese zusammen.

Es handelte sich um ehemalige Zuchtböcke, Einzeltiere und aus 2er sowie 3er Haltung, im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren, also bunt gemischt. Allen wurden die Krallen geschnitten, das Fell gekürzt und sie bekamen einen Sprüher mit einem verdünnten Händedesinfektionsmittel ins Fell, wegen des Eigengeruches. Hierbei gehen die Meinungen auseinander, manche sagen man solle sie nicht "parfümieren" da sie sich dann später, wenn der Duft verdampft ist bekämpfen, andere benutzen das gebrauchte Einstreu des anderen Tieres, nur bei einer Zusammenführung einer so großen Gruppe ist das schlecht durchführbar.

Das neue Gehege ist rechtwinklig, bestehend aus zwei Ebenen, rechts und links jeweils 2 Meter lang, die untere Ebene 1,20 m breit, die zweite Ebene 60 cm breit. Es wurden die Futterschüsseln gefüllt, sowie Grünzeug verteilt. Als alle Böcke samt erst nur einem Kaninchen (welche mit einem der Böcke bis dato gelebt hatte) im Gehege waren, gab es natürlich den zu erwartenden Krach, d.h. Zähneklappern, Hetzjagden, Aufreiten. Nach 10-15 min. kristallisierte sich heraus, dass Moritz für dieses Vorhaben nicht geeignet ist und wurde wieder der Gruppe entnommen. Er drohte nicht nur, sondern wollte sich in die anderen Böcke verbeißen. Heute lebt Moritz kastriert bei ein paar Säuen. Ansonsten verhielten sich alles wie erwartet, es wurde zeitweise brav nebeneinander gefressen, dann wieder gedroht und quer durch das Gehege gejagt.

Am nächsten Morgen kontrollierte mein Mann die Jungs und entfernte einen weiteren Bock, da dieser die anderen nur noch jagte. Zwei Stunden später entnahm ich noch einen Bock. Im Laufe der nächsten Tage entfernten wir insgesamt sechs Böcke wieder aus der Gruppe, da sie sich nicht in der Gruppe einordnen wollten.

Nun leben im Gehege elf Meerschweinchenböcke (alle unkastriert), zwei Kaninchendamen sowie ein kastrierter Rammler. Neun Meerschweinchen bleiben immer auf der ersten Ebene, ein Bock wandert zwischen den beiden Ebenen und ein Bock (der Älteste) lebt nur auf der zweiten Ebene. Die Kaninchen wandern je nach Laune, sind aber meistens auf der zweiten Ebene anzufinden. Das Bockgehege befindet sich ca. 20cm vom Saugehege entfernt.

Wichtig dabei ist wohl die eigene Ruhe. Bibbernd daneben zu stehen und den Ärger zu erwarten überträgt sich nur auf die Tiere und es knallt garantiert. Sie spüren eine vermeintliche Gefahr und reagieren dann auf alles mit Abwehr. Wenn zwei meinen sich böse anklappern zu müssen, spreche ich sie einfach an, ob sie jetzt nicht mal Ruhe geben wollen oder klatsche in die Hand. Ich kann zwei dominante Tiere (egal ob Bock oder Sau) auf einen großen Platz zusammen halten, wenn sie sich entsprechend aus dem Weg gehen können, ich werde diese Tiere aber nie auf engerem Raum halten können.

In meinem Bockhaufen leben ehem. Zuchtböcke, sowie Böcke ohne ehem. Weiberkontakt. Am Dominanzverhalten lässt sich nicht erkennen, welcher Bock hier schonmal gedeckt hat und welcher nicht. Es gab einige Raufereien, fast alle Böcke haben die eine oder andere leichte Bissverletzung einstecken müssen. Nun tut man sich als langjähriger Halter von mehreren Tieren wohl etwas leichter die Sachlage einschätzen zu können, als wenn ich jetzt zwei Böcke / Säue zusammen setze und dort wird sich gefetzt.

Genauso wird immer wieder das Halten von zwei Böcken mit zwei Säuen, oder zwei Böcken einer Sau, oder mehreren Böcken und mehreren Säuen diskutiert. Ich bekomme auch zu hören, dass dieses gut geht. Das glaube ich auch, aber es ist vielleicht von 100 % nur 1 %, wo es funktioniert. Sei es weil das Gehege so groß ist, dass die Böcke sich ihr Revier selber abstecken, oder aber der zweite Bock so unterwürfig ist, dass er nie auf die Idee kommen würde, dem Ranghöherem seinen Titel streitig zu machen. Ich persönlich würde mich dieses nur auf einem groß bemessenen Außengehege zu trauen mit einigen Versteck- und Ausweichmöglichkeiten. Würde ich in mein Bockgehege (Innenhaltung) eine oder mehrere Säue geben, ich hätte spätestens am nächsten Tag Tote zu beklagen.

Varianten könnten sein:

Dabei gibt es immer Ausnahmen und man kann das Wort Bock auch mit dem Wort Sau austauschen. Wichtig dabei ist immer der vorhandene Platz. Ich habe viele Böcke (Säue) in 2er Haltung oder 3er Haltung gehabt. Das ist absolut kein Problem und es macht auch keinen Unterschied ob zwei - drei Böcke oder zwei - drei Säue zusammen. Es kommt immer auf das Tier selber darauf an und wie ich als Halter der Lage gegenüber stehe.

Ich hatte auch den Fall, bei welchem eine Sau jedes andere Tier fertig machte in 2er Haltung. In der Gruppe ist sie das bravste Tier. Bei mir gingen auch viele Jungböcke an neue Halter.

Ich habe ihnen immer gesagt, es wird demnächst scheppern, (wobei ich nie zwei sehr dominante Böcke zusammen vermittelte, sondern wir immer mit den Haltern nach zwei vom Charakter passenden Tieren gesucht habe), aber so wussten sie, dass wenn mit Erreichen der Geschlechtsreife die sich vorher friedlich miteinander lebenden Tiere anklappern können, dieses aber normal ist und standen gelassen dem gegenüber und nach ein paar Tagen hatte sich dann die Rangordnung eingespielt und alle waren wieder glücklich. Hätten sie nun jedes Mal ein Tier heraus genommen und dann wieder reingesetzt, das Spiel hätte jedes Mal von vorne begonnen. Selbstverständlich muss man dabei unterscheiden, was ein normales Rangverhalten ist und wann es für die Tiere gefährlich wird, weil keiner nachgibt.

Dieses ist kein Veto gegen Bock/Sauhaltung!! Es soll nur vor blauäugigen Aktionen warnen. Wenn ich weiß, was passieren kann, kann man im Vorfeld bereits etwas dagegen unternehmen (wieder erwähnt: der nötige Platz für die Tiere, wenn ich mit einem anderen Menschen auf engstem Raum 24 Stunden am Tag zusammen gesperrt bin, dann kommt es früher oder später auch zum Knall), ebenso können wir auch nicht jeden leiden und uns vorstellen mit dem das ganze Leben zu verbringen. Dieses sind rein meine Erfahrungswerte.

Bettina Teubl

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2. Bericht von Esther Carrels

Schon länger hatte ich mich mit den Gedanken getragen, Tiere ins Haus zu holen- so wie ich es von meinem Elternhaus gewohnt war. Als unser Sohn dann vor etwa 4 Jahren alt genug war, haben wir lange beratschlagt, was denn nun möglich wäre- Hund oder Katze, oder doch lieber etwas kleineres? Hund und Katze schieden bald aus, denn wohin damit im Urlaub - Mitnehmen ist leider oft nicht möglich. Also Meerschweinchen - die kann man leichter mal für zwei Wochen bei Freunden unterbringen!

Zunächst haben wir uns umfangreich informiert- was braucht ein Meerschweinchen, was frisst es, welche Bedürfnisse hat es? Schnell haben wir herausgefunden, dass ein Meerschwein allein nicht gut ist- also sollten es gleich zwei sein. Schon vor unserem Sommerurlaub haben wir zweimal das örtliche Tierheim aufgesucht, um auch mit den Pflegerinnen dort zu sprechen und alle Fragen im Vorfeld klären zu können.

Zu Beginn der Ferien haben wir allerdings zunächst nur das ganze Zubehör gekauft- einen großen Käfig mit Heuraufe, Trockenfutternapf und Wasserflasche, Schlafhäuschen, Röhren zum Verstecken, Heu, gutes Trockenfutter mit nur wenig Getreide, Einstreu und noch Gitter sowie einen Teppich für einen Freilauf. Meerschweine brauchen nämlich viel Platz - ich rechne pro Tier mindestens einen halben Quadratmeter, denn sie wollen ja auch mal ein paar Schritte rennen! Und abwechslungsreich muss der Käfig gestaltet sein- mit Steinen zum darüber Laufen, großen Röhren, in denen sich die Tiere verstecken können, einem Fruchtspieß, auf den man auch mal einen ganzen Apfel spießen kann, Schlafhäuschen, Etagen- der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nach den Ferien war es dann so weit: mit meinem Sohn fuhr ich wieder ins Tierheim, eine Transportbox im Handgepäck. Dort angekommen, stellten wir fest dass überhaupt keine Weibchen da waren, sondern nur ein halbes Dutzend ausgewachsene Böcke- und in einem Extra-Raum einige Babyböckchen im Alter von ca. 6 Wochen, die erst Tage vorher ausgesetzt wurden und eigentlich noch in Quarantäne waren. Ob wir nicht davon...? Klar wollten wir, Schwein ist Schwein ob Bub oder Mädel, und schon hatten wir Moritz und Goldie eingepackt. Noch ein kurzer Besuch in der Krankenstation, um noch mal sicherzugehen, dass wir zwei Brüder haben und nicht gerade ein Pärchen, denn Familienplanung hatten wir nicht im Sinn, und dann ging es ab nach Hause.

Mein Mann war erst nicht so ganz überzeugt von den beiden Jungs, doch bald konnten wir die Vorurteile widerlegen, dass Böcke nur stinken, nicht so zutraulich werden wie Weibchen und sowieso nicht zusammengehalten werden können: Moritz und Goldie haben auch sein Herz im Sturm erobert, und abgesehen von kleinen Diskussionen um die Rangordnung verstanden sie sich prächtig. Gestunken haben sie auch nie- denn gemeinsam mit meinem Sohn habe ich regelmäßig ausgemistet.

Inzwischen waren wir auch Mitglieder bei der "DMSL", der wohl größten deutschsprachigen Meerschwein-Mailingliste (http://www.dmsl.de), lernten dort dass wir nicht ganz allein mit unserem Spleen waren und dass Meerschweinchen alles andere als dumme Tiere sind, haben wir selber schnell feststellen können.

Etwa ein halbes Jahr nachdem die beiden Brüder bei uns eingezogen sind, habe ich auf einer Meerschweinausstellung ein Böckchen gesehen, an dem ich nicht vorbeigehen konnte. Also wurden gleich noch einige Gespräche geführt - mit dem Züchter des Böckchens und einigen Bekannten, die sich schon länger mit Meeri - Haltung befasst haben als ich.

Da der Kleine mit seinen sieben Wochen noch nicht geschlechtsreif war, haben ich ihn kurz entschlossen mitgenommen, daheim mit etwas gebrauchter Einstreu eingerieben und einfach zu den beiden anderen gesetzt- ja, das hört sich eklig an, aber so roch er dann gleich wie die beiden anderen und sie haben ihn schnell akzeptiert.

Bei einem erwachsenen Bock hätte ich mich das nicht so ohne Weiteres getraut, obwohl ich wusste dass Moritz und Goldie eher sanftmütig im Wesen sind, doch junge Böcke vor der Geschlechtsreife haben in der Regel "Babybonus" und werden normalerweise gut von erwachsenen Böcken aufgenommen.

Natürlich muss man sich in jedem Fall bei der Vergesellschaftung viel Zeit nehmen, sich daneben setzen und gut beobachten. Normal ist, wenn es wildes Gerenne gibt, viel Qieken, Brommseln und auch mal Aufsteigen, denn es muss ja die Rangordnung ausgehandelt wer- den, doch sobald es zu einer Beißerei kommt, muss man unbedingt eingreifen: in diesem Fall sollte man den Neuen herausnehmen und lieber mit einem anderen Schweinchen zusammensetzen.

Nach oben sind bei der Haltung von Böcken keinerlei Grenzen gesetzt, man kann beliebig viele Tiere halten - sofern der Platz ausreicht. Nur weniger als zwei sollten es, wenn irgend möglich, nicht sein - Meerschweinchen sind Rudeltiere und brauchen Gesellschaft. Der Mensch kann niemals einen gleichartigen Partner ersetzen - zum einen beherrscht der Mensch die Sprache nicht, und zum anderen wäre das Tier sehr einsam, denn selbst wenn man sich täglich drei bis vier Stunden intensiv damit befasst, sitzt es immer noch 20 Stunden täglich alleine...

Goldie und Moritz sind inzwischen tot, statt ihrer wohnen nun Valentin und Sheridan mit Mr. X im Schweinezimmer... den ersten Käfig haben wir auch nur noch für Urlaube im Keller stehen, denn inzwischen haben wir einen selbstgebauten Käfig mit einer Grundfläche von 2 m2 plus zweite Ebenen.

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3. Bericht von Petra Gaiser, Meerschweinchenhilfe Deutschland

Wir haben selbst einige Meerschweinchen, die keiner mehr haben wollte. Da unsere Aufnahmekapazitäten bald erschöpft waren, haben wir es uns nun zur Aufgabe gemacht, Meerschweinchen, die (aus welchen Gründen auch immer) in Not geraten sind, aufzunehmen, zu pflegen und dann per Schutzvertrag an nette Leute weiter zu vermitteln.

Am 20.02.2000 haben wir nach anfänglicher Privatinitiative einen gemeinnützigen Verein gegründet mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Hauptsächlich besteht unsere Arbeit darin, Meerschweinchen, die (aus welchen Gründen auch immer) in Not geraten sind, aufzunehmen, zu pflegen und per Schutzvertrag an nette Leute weiterzuvermitteln. Schutzvertrag heißt, dass an die Abgabe Haltungsbedingungen geknüpft sind, deren Einhaltung von uns kontrolliert werden.

Es ist unfassbar, aus welchen Gründen sich die Leute von ihren Meerschweinchen trennen. Auch haben wir zum Teil schreckliche Haltungsbedingungen gesehen und Tiere daraus befreit. Durch unsere Vermittlungsarbeit konnten jedoch schon viele Meeris in ein neues, schöneres Zuhause gegeben werden. Als weiteren Teil unserer Arbeit beraten wir Meerschweinchenbesitzer und Leute, die es werden wollen, bei Fragen und Problemen bzgl. Haltung, Unterkunft und Pflege sowie bei Krankheiten (sofern uns möglich).

Bei der Vermittlung von unseren Schützlingen stoßen wir immer wieder auf viele Vorurteile (oft genährt von so genannten Fachbüchern über Meerschweinchen). So wird die Haltung und Vergesellschaftung von männlichen Meerschweinchen oft als sehr schwierig angesehen und oft davon abgeraten. Vor diesem Problem stehen wir immer wieder bei Vermittlung von männlichen Tieren. Wir haben jedoch gute Erfahrungen mit Bockgruppen.

Selbst besitze ich zwei 2er Bockgruppen, die sehr harmonisch zusammen leben. Mit der Zusammenstellung Junger Bock/alter Bock oder zwei junge Böcke gab es selten Probleme (auch nicht häufiger als beim Zusammensetzen von Weibchen, die sich durchaus auch streiten können!). Die Vergesellschaftung eines erwachsenen Bockes ist mit einem Böckchen möglich, das noch nicht die Geschlechtsreife erlangt hat (6-8 Wochen alt). Die Böcke sollten nach Vergesellschaftung nicht mehr getrennt werden, da dies zu Entfremdung führt, und es passieren kann, dass sie sich nach der Trennung nicht mehr vertragen. Kein Weibchen dazu setzen!

Der große Bock wird den Kleinen besteigen und treiben, das ist Dominanzverhalten, da muss der Kleine durch und nimmt keinen Schaden. Das Begatten hört nach 1-2 Tagen in der Regel auf.

Alter Bock/alter Bock kann funktionieren, aber es kann auch vorkommen, dass sich 2 Tiere nicht vertragen. Dies sollten nur erfahrene Meerihalter versuchen, die wissen, wie sie die Rangeleien einzuschätzen haben. Dabei braucht man viel Geduld und Erfahrung, und bei älteren Tieren, die diese Art des Zusammenlebens nicht gewohnt sind, ist eine Vergesellschaftung oft nicht möglich.

Es kommt jeweils auf den Charakter der Böcke an, welcher auch durch deren Kinderstube mit geprägt wird, d.h. wie weit sie in der Jugend die Gelegenheit hatten, das Sozialverhalten unter Gleichgeschlechtlichen zu erlernen. Sie müssen auf jeden Fall ausreichend Platz haben und sich auch mal aus dem Weg gehen können. Sie sollten beschäftigt sein, also der Käfig so interessant eingerichtet wie möglich (das gilt sowieso immer!). Dann leben sie harmonisch zusammen.

Allerdings ist es häufiger schwierig, 3 Böcke (oder auch 3 Weibchen) zusammen zu halten. In Dreiergruppen kann es vorkommen, dass sich 2 verbünden und einer das "dritte Rad am Wagen" bleibt oder sogar von den anderen 2 geärgert wird. Daher empfehlen wir lieber 2 oder 4 gleichgeschlechtliche Meeris zusammen zu halten.

Mit einem Kastraten in einer Weibchengruppe ist das nicht so wichtig. Mehrere kastrierte Böckchen in Weibchengruppen zu halten geht fast nie gut, es kann zu blutigen Beißereien zwischen den Böcken kommen.

Petra Gaiser

Hier gibt es noch weitere Seiten mit Erfahrungsberichten und Tipps:

http://www.salatgurken.net/Bock.html
http://knopfaugen.schedl.name/Boeckchenhaltung.html

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Aktualisierung:

23.11.2013

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