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(Photo: Dr. Josef Ferber) |

(Photo
Dr. Hermann Wenzel)
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Ursprünglich
wurden die Ballenabszesse häufig bei Labortieren gefunden, die in
Käfigen mit Drahtböden gehalten wurden.
Auf weicher Einstreu
(Hobelspäne) und auf festem Untergrund (Freiland) dürfte die
Gefahr am geringsten sein,
weil die Sohlen entweder überhaupt
nicht strapaziert
werden
oder sich feste Hornhaut bildet.
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Ich
habe hier negative Erfahrungen mit der Hanfstreu gemacht, da sind
stellenweise recht spitze Teile darinnen,
die Verletzungen begünstigen
können. Ich spür das immer bei Großreinemachen ;-))
Andererseits saugt aber
die Hanfstreu so viel Flüssigkeit auf, dass ich auch nicht darauf
verzichten möchte,
deswegen die Kombination Hanf + Späne. Mit
anderen Variationen hab ich keine Erfahrung.
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Kleinste
Verletzungen führen über Infektionen mit Staphylokokken oder
Streptokokken zur Abszeßbildung.
Auch an Pilzinfektionen muß
stets gedacht werden.
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Ballenabszesse
sind meist sehr schmerzhaft und langwierig und außerordentlich
schwierig zu behandeln
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Das
A und O ist die
Haltung auf ganz weichem Untergrund,
damit möglichst wenig Druck auf das Beinchen ausgeübt wird.
Mit Salben und Spülungen ist das
so ein Problem, es gibt unzählige, die helfen könnten,
welche
aber die beste gerade für dieses Einzeltier ist, zeigt sich erst
bei der Anwendung.
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Wir
sind bisher so vorgegangen:
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Das
Bein wird gebadet.
Wir benutzen dazu ein Schnapsglas
halb voll mit
gerade noch erträglichem warmen Wasser,
zusätzlich eventuell
noch Lavasept zur Desinfektion
oder schwarzen Tee hinein.
Das
wirkt nach eigener Erfahrung besser als jede Zugsalbe oder jedes
Eröffnen auf den Abszess.
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(Photo
Dr. Hermann Wenzel) |
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Nach
dieser Prozedur wird das Bein abgetrocknet
und von Eiter und
Wundsekret gereinigt,
dann ein Papiertaschentuch mit Salbe
(z.B. Nekrotylan, Panolog, Bepanthen)
für 5 Minuten um den Fuß
gewickelt.
Eigene
Tieren bekommen hinterher einen Verband angelegt und werden wieder
ins Gehege entlassen.
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(Photo:
Dr. Hermann Wenzel) |
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Pflegetiere
erhalten je nach Aussehen des Beines entweder gar keinen
Wundschutz
oder einen Verband und müssen zusammen mit einen
"Gesellschaftsschweinchen"
(nach dem Motto: "lass
kein Schwein je allein") einen Käfig beziehen, der mit Handtüchern
ausgelegt ist,
die mehrfach täglich gewechselt werden.
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Ein
Antibiotikum geben wir - wenn überhaupt - zunächst für 2 - 3
Tage.
Länger
ist dies aber routinemäßig meist nicht erforderlich.
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Wir
haben auch von guten Erfahrungen mit Laserbehandlungen (Soft-
Laser) gehört.
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Problem
ist hauptsächlich der Wundverband, das erfordert einige Übung,
bis der so sitzt, dass ein Schweinchen ihn nicht sofort wieder
verliert.
Hier im "Einfraubetrieb" war die optimale Lösung,
mit
selbsthaftendem Verbandsmaterial (Peha- Haftbinden)
einen
kleinen "Schuh" auf der Fingerkuppe des eigenen kleinen
Fingers zu erstellen,
der dann mit Watte oder Salbe angefüllt
über das kranke Beinchen gestülpt und dort befestigt
wurde.
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Die
Chancen für eine schnelle Heilung sind schlecht, nicht aber für
eine Heilung.
Da
darf man locker mit mindestens drei bis vier Wochen rechnen.
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Diese Informationen ersetzten NICHT den Tierarztbesuch !!!! |
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