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HEU Aus MFIÖ Nachrichten 4/2004 Autor: Dr. Hermann Wenzel
Als Heu bezeichnet man die durch Trocknen haltbar gemachte oberirdische Biomasse von Grünpflanzen. Diese besteht abhängig von örtlichen Gegebenheiten aus Wiesen-Gräsern, -Pflanzen und -Kräutern, aber z.B. auch aus Raps, Grünroggen, kleeartigen Futterpflanzen oder Luzerne. |
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Die Wiesen werden drei- bis viermal pro Jahr gemäht und getrocknet. Je 100 Kilogramm Grünfutter müssen dabei etwa 60 Kilogramm Wasser verdunsten. Nach einigen Tagen mit trockenem Wetter wird das Heu lose oder zu Ballen gepresst eingelagert. |
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Ein besonders Nährstoff schonendes und witterungsunabhängiges Verfahren der Trocknung ist die Heißluft-Trocknung. Dabei wird das Grünfutter mit 300 - 1000 Grad heißer Luft innerhalb von etwa 10 Minuten "schock getrocknet". Heißluftgetrocknetes Heu enthält unter 7% Wasseranteil. |
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Als das "eigentliche Heu" wird nur der erste Schnitt des Grünfutters bezeichnet. Er enthält weit mehr Faserstoffe, als der zweite und die weiteren Grasschnitte. Diese werden "Grummet" genannt. Grummet ist aufgrund des niedrigeren Stängel Anteils feiner strukturiert, weicher und nährstoffreicher als Heu und besonders für Milchvieh als Futter geeignet. |
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Wichtig ist, dass das Heu richtig trocken ist. Es darf nicht mehr als 15 % Wasser enthalten, andernfalls droht es zu schimmeln und darf dann natürlich nicht mehr verfüttert oder als Einstreu verwendet werden. Deswegen muss es vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Auch Licht und Sonne könne das Heu schnell ausbleichen und wertvolle Inhaltsstoffe zerstören. |
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Man darf auch den "gesellschaftlichen Aspekt" von Heu nicht vernachlässigen. Wann immer hier ein Berg Heu angeboten wird, steht dieser sofort im Mittelpunkt und alle Schweinchen finden sich zum gemeinsamen fressen dort ein.
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Heu ist das Grundnahrungsmittel ("täglich Brot") der Meerschweinchen. Es muss rund um die Uhr in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung stehen. Alleine gutes Heu und sauberes Wasser würden für die Ernährung von Meerschweinchen vollständig ausreichen. Der hohe Rohfaseranteil (25 - 30%) regt die Verdauung an, enthält wichtige Bestandteile wie Kalzium und Magnesium sowie Vitamine und Ballaststoffe.
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Besonders wichtig bei den Meerschweinchen ist seine Funktion zum Abschleifen der Zähne. Das Heu sollte in einer Heuraufe verfüttert werden, um sicher zu gehen, dass es nicht verschmutzt wird. Hier werden dazu Röhren verwendet, daraus wird das Heu gerne aufgenommen und Verunreinigungen durch die Tiere sind nicht möglich. |
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Für Kleinnager besonders geeignet ist das "Bergwiesenheu", das aus einem höheren Anteil unterschiedlicher Pflanzen mit sehr hohem Rohfaseranteil besteht. |
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Heu muss nach der Ernte mindestens vier Wochen lagern, bevor es verfüttert werden kann. Ob Heu dann unbedenklich angeboten werden darf, bemerkt man am besten am Geruch. Hochwertiges Heu riecht frisch und aromatisch und hat ein grünes Aussehen. |
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