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Die
Kastration von Meerschweinchenböcken ist, wenn sie fachgerecht
durchgeführt wird und wenn der Besitzer einige Dinge beachtet, eine
relativ komplikationslose Operation.
Wir
möchten aber auch vermerken, daß es sich dabei um einen medizinischen
Eingriff handelt, der mit Risiken verbunden sein kann. Alles über die
Narkose beim Meerschweinchen finden Sie hier.
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| Warum
kastriert man männliche Meerschweinchen? |
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Der
alleinige Grund ist, daß man unerwünschten Nachwuchs verhindern
möchte.
Es ist
keine Maßnahme um 2 oder mehr Böcke miteinander zu halten. Alleine die
Frühkastration
hat einen Einfluß auf die Dominanz von Böcken.
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| Die"
lebendigste" Haltung von Meerschweinchen ist die
Gruppenhaltung von einem kastrierten Bock mit 1 oder mehr weiblichen
Tieren. |
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| Da die
Meerschweinchen-Weibchen ca. alle 2 Wochen brünftig, sprich
aufnahmefähig sind, kann man sich vorstellen, wie schnell man mit einer
Meerschweinchen-Baby-Schwemme konfrontiert wäre. |
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| Auch
die Vermittlung in Notstationen wird durch die Kastration erleichtert,
da die Boys dann besser einen neuen Platz in einer Weibchengruppe
bekommen. |
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Nachfolgend
ein paar Tipps, wie man einerseits als Halter eine optimale Vor- und
Nachsorge für die Kastration betreibt und auch ein paar Tipps auf was
man beim Tierarzt achten soll:
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1.) |
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Die gesamte Woche vor der OP nichts Blähendes füttern. (Salat,
Petersilie, zu viel Gurke), zusätzliche Gabe von Vitamin C (ev. Ascorbinsäure).
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2.) |
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Ab drei Tage vor
der OP nur mehr Karotten, Fenchel, Paprika, Heu, Wasser, 1
EL Trockenfutter
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3.) |
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Ab 24 Stunden
vor der OP nur mehr Heu, Wasser, 1 EL Trockenfutter
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4.) |
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Ab 12 Stunden vor der OP nur mehr Heu und Wasser (Meerschweinchen
müssen bis zum letzten Augenblick fressen)
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5.) |
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Großer Caddy (Transporter) mit Heuraufe oder Heusocken etc.
ausstaffieren
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6.) |
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Im Transporter ein schönes Nestchen mit viel Hand- und Badetüchern
machen
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7.) |
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Beim Hinbringen und Abholen alles dicht machen, damit keine Kälte dazu
kann. Bitte beachten Sie, dass Meerschweinchen sehr hitzeempfindlich sind
und eine Kastration (Operation) bei großer Hitze nicht empfehlenswert
ist.
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8.) |
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Käfig mit Handtüchern auslegen, aufpassen bei Haushaltsrolle oder
papierartigen Einlagen, die werden nach einer OP rasend gerne gefressen
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9.) |
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Wasserflasche und Heu ist extrem wichtig
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10.) |
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Am
nächsten Tag mit Karotte beginnen, dann Fenchel, Paprika
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11.) |
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Ab dem 4. Tag erst wieder 1 EL Trockenfutter, keine Gurke füttern in
dieser Zeit alles Blähende ist absolut zu meiden, da es sonst zu einem Leistenbruch kommen kann.
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12.) |
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Einlagen im Käfig mehrmals täglich auswechseln, damit sie nicht im
Nassen sitzen
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13.) |
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Trockenhaltung ca. 5 Tage, täglich Wunden kontrolliert, damit nichts
aufgeknabbert wird bzw. keine Entzündungen oder Eiterungen entstehen.
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14.) |
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Nach der OP über 5 Tage Arnika D12 Globuli (5 Stück im Wasser auflösen
und einflößen (ohne Metall)) eingeben, verbessert die Wundheilung und wirkt Entzündungshemmend.
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| Das
Um und Auf für eine gelungene Operation ist die Narkose,
die beim Meerschweinchen spezielle Anforderungen an den Tierarzt stellt. |
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Achtung,
Meerschweinchenböcke können noch bis 6 Wochen nach der Kastration
zeugungsfähig bleiben, da
das
Ejakulat im letzten Abschnitt des Samenleiters vorhanden sein kann:
(Dieser wird bei der OP nicht mit entfernt.)
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Risiken: |
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| Kreislaufprobleme |
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| Kastrationsabszess |
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Kann
entweder durch "unsauberes Arbeiten" (eher selten) oder
aber durch eine allergische Reaktion auf das Nahtmaterial entstehen. Das
Areal ist angeschwollen, es sind ein oder mehr Erhebungen unter der Haut
zu spüren und im schlimmsten Fall kommt aus der Kastrationswunde
übelriechendes Eiter. Die
Behandlung erfolgt, indem die Wunde geöffnet wird, Spülungen mit
warmer Betaisodonna-Lösung (verdünnt mit Wasser) durchgeführt werden
und in die Wunde sogenannte Leukasekegel (lokales Antibiotikum)
eingebracht werden. Antibiotikagaben
oral bringen keinen Erfolg, das diese nicht an den Ort des Geschehens
vordringen können und nur das
Allgemeinbefinden
der Tiere angreifen.
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| Penisvorfall |
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Kann
einerseits durch ein Kastrationsabszess entstehen, wenn das gesamte
Areal angeschwollen ist und der Penis dadurch keinen Platz mehr findet.
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| Leistenbruch |
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