Haltung Negativ-Beispiele

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Häuschen mit Fenster - eine große Gefahr

MFIÖ Nachrichten 1/2001 und 4/2006 Autor: Gaby Gotschke, Bilder: S.Ittner und M. Dworan

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Meerschweinchen lieben Häuschen zum Verstecken und wie gerne flitzen sie beim Eingang hinein und beim Fenster wieder heraus. Diese Handlung kann vom Meerschweinchen zu einer Lieblingsbeschäftigung werden, die, solange sie noch nicht ausgewachsen sind, auch problemlos bewältigt wird.

Hat das Tier seine volle Größe erreicht, kann dieses Spiel fatale Folgen haben, nämlich dann, wenn das Meerschweinchen in dem Fenster stecken bleibt und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien kann (Bild anklicken). Quetschungen mit Todesfolgen sind keine Seltenheit .

Deshalb verwendet bitte entweder Häuschen mit einem oder mehr Eingängen und funktioniert bestehende Fenster einfach durch Vergrößerung um.

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Nachfolgend wurde so ein Fall per Photos dokumentiert, man hätte nicht geglaubt, dass "Schwein" auf die Idee kommt durch dieses Guckloch zu schlüpfen, aber Pustekuchen, sag niemals nie und erwarte das Unmöglichste bei den kleinen Fellnasen. Klicken sie auf das obere Bild, um die Befreiungsaktion zu sehen.

Gott sei Dank ist hier alles gut gegangen, außer einem kleinen "Schock" auf beiden Seiten ist nichts geblieben.

Rose

von Dr. Hermann Wenzel

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Rose (11.11.1997 - 23.6.1998) hatte sich im Fenster eines handelsüblichen Häuschens eingeklemmt, wahrscheinlich wurde sie von einer der ranghöheren Damen "der Behausung verwiesen" und ist den Folgen dieses Unfalls kurz darauf erlegen. Wir haben seither vielfach von ähnlichen leidvollen Ereignissen gehört. Ihr Tod veranlaßt uns zu dem eindringlichen Hinweis, dass Häuser mit (runden) Fenstern absolut nichts in einem Schweinchengehege zu suchen haben, es sei denn, die Tiere können sie überhaupt nicht oder auch im Gegenverkehr problemlos passieren! Schon ein fünfmarkstückgroßes Loch ist zu groß!!

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Katzenstreu als Einstreu für Meerschweinchen

Die Verwendung kann tödlich ausgehen

MFIÖ Nachrichten 1/2001, Autor: Gaby Gotschke - Präsidentin

Katzenstreu besteht aus Betonit, welches sich in Verbindung mit Flüssigkeit zu einer betonartigen Masse verbindet.

Dem Katzenstreu ist es egal, ob es sich dabei um die flüssigen Ausscheidungen des Stubentigers oder der Magenflüssigkeit eines Meerschweinchens handelt. (Hattet Ihr schon einmal eine verstopfte Badewanne aufgrund von feinen Rückständen von Katzenstreu?)

Meerschweinchen nagen gerne, fressen auch hin und wieder die Einstreu und panieren mit Vorliebe ihr Fressen, vor allem Gurkenstücke, mit der im Käfig befindlichen Unterlage. Viele dieser Experimente mit Katzenstreu haben tödlich für unsere kleinen Freunde geendet. Speziell die klumpenden Varianten der Katzenstreusorten ("Katzen- Klump- Streu") sind lebensgefährlich. Aus diesem Grunde ist vor der Verwendung dieses Materials dringend abzuraten.

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Käfige mit Plastikhaube - eine Gefahr für Meerscheinchen und andere Nager

Autor: Dr. Marion Reich - Tierschutzreferentin der MFIÖ. Beitrag aus den Meerschweinchen- Nachrichten des Vereins der Meerschweinchenfreunde in Österreich Ausgabe 4/2005

Liebe Meerschweinchenfreunde, ich war im Dezember einige Male in diversen Tierhandlungen und Märkten unterwegs, weil ich auf der Suche nach der passenden Wohnraumvergrößerung für meine Schweinchenbande war. Dabei ist mir erst bewusst geworden, wie viele Käfige mit Plastikhaube im Handel angeboten werden.

Ich war bis jetzt der naiven Annahme, dass solche Käfige eher eine Ausnahmeerscheinung sind, mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher. Daher in aller Kürze was man bedenken muss, wenn man Meerschweinchen in diesen "Plastikwannen" hält.

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Erstens sind Meerschweinchen Tiere, die gerne regen Anteil an ihrer Umwelt nehmen. Ihr Sehsinn ist aber wesentlich schlechter ausgeprägt als ihr Geruchssinn. Durch Gitterstäbe hindurch lässt es sich gut schnüffeln - im Gegensatz zu Plastikwannen.

Zweitens kommt es in diesen geschlossenen Behältnissen leicht zu einem Hitzestau, da die Luft nicht richtig zirkulieren kann. Das kann sogar in einer gut beheizten Wohnung im Winter zum Problem werden, während einer sommerlichen Hitzewelle kann es fatale Folgen haben.

Und drittens - als ob es nicht schon genug wäre, dass die Tierchen olfaktorisch von der Umwelt abgetrennt sind und unter Hitzewallungen leiden - ist die fehlende Luftzirkulation der Grund für ernste, gesundheitliche Probleme, die sich einstellen können.

Die Ursache allen Übels liegt im Stoffwechsel. Meerschweinchen - wie zum Beispiel auch der Mensch - nehmen Proteine (Eiweiß) mit der Nahrung auf und bauen sie in kleine Bausteine, die Aminosäuren, ab, die wiederum als Baustoffe für alle körpereigenen Proteine dienen.

Diese Aminosäuren tragen, wie der Name schon sagt, eine oder mehrere Aminogruppen, die Stickstoff enthalten. Der Stickstoff wird im Zuge des Eiweißabbaus zu Ammoniak umgewandelt. Und Ammoniak ist ein Zellgift, das rasch ausgeschieden werden muss. Meerschwein und Mensch bauen diesen Ammoniak zu Harnstoff um und scheiden ihn mit dem Harn aus.

So ist der Körper den Ammoniak geschickt losgeworden, nur was passiert jetzt im Meerschweinchenkäfig? Hier zersetzt sich der Harnstoff und setzt wieder Ammoniak frei. Ammoniak ist ein stark riechendes, ätzendes Gas, die alles andere als gesund zum Einatmen ist. Sie kennen den charakteristischen Geruch vom Käfigausmisten. Wenn der Käfig zu lange nicht gesäubert wird, können die Meerschweinchen bei dauernder Ammoniakbelastung leicht Atemwegserkrankungen entwickeln.

Da Ammoniak gut wasserlöslich ist, wird er über die Nasenschleimhaut absorbiert und kann sie in hohen Konzentrationen schwer schädigen. Um die Ammoniakbelastung so gering wie möglich zu halten, sollte man möglichst saugfähige Einstreu verwenden, den Käfig regelmäßig ausmisten und für ausreichende Luftzirkulation im Käfig sorgen.

In den herkömmlichen Käfigen mit Gitteroberteil tritt natürlich auch eine Ammoniakbelastung der Tiere auf, aber nachdem es zu einem ungehinderten Luftaustausch mit der Umgebung kommt, werden sich keine negativen Begleiterscheinungen einstellen, wenn man die Tiere sauber hält. In Käfigen mit Plastikhaube ist das leider anders, da es zu keinem ausreichenden Luftaustausch mit der Umgebung kommt und die Tiere regelrecht in Ammoniaksuppen sitzen.

Warum werden diese Käfige dann überhaupt im Handel angeboten, wenn sie so schädlich sind? Ich kann natürlich nur spekulieren, aber ich denke, sie sollen die Zielgruppe der peniblen Hausfrau (oder des peniblen Hausmannes) ansprechen, die gerade einmal so zwei tierische Mitbewohner dulden, aber Schmutz dürfen sie keinen machen.

Kennen Sie den Ausspruch: "Kleinvieh macht Mist"? Das könnte sich auf Meerschweinchen beziehen (oder auf Hamster usw.).

Lassen Sie es mich hier einmal ganz klar aussprechen: Meerschweinchen machen Schmutz! Natürlich verteilen sie das Streu und Heu liebevoll auch um den Käfig herum, genauso wie beim Freilauf, den sie für ein gesundes Meerschweinchenleben ebenfalls benötigen. Wenn Sie damit nicht leben können, können Sie nicht mit Meerschweinchen leben! Also Finger weg von Käfigen mit Plastikhauben - Ihre Meerschweinchen werden es Ihnen danken.

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letzte
Aktualisierung:

23.11.2013

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