Erlebnisse mit Not- Meerschweinchen

Erlebnisse in Sachen Notmeerschweinchen

Nachdem wir im Zuge unserer Arbeit mit Notmeerschweinchen doch einiges erleben, haben wir uns dazu entschlossen, diese Vorkommnisse niederzuschreiben. Hier finden Sie die Berichte dazu:

Micki und Mausi

Mitarbeiter der MA48 registrierten in einem Gebüsch in einem Kleingartenverein ein Plastiksackerl. Nachdem das Sackerl nach 2 Tagen immer noch dort stand, nahm man sich der Sache an, um es zu entsorgen. Es fand sich in dem Sackerl eine Schachtel und in dieser Schachtel 2 Meerschweinchenmädchen, ca. 6 Monate alt. Ein Bewohner der Kleingartenanlage übernahm die beiden Meeris und wir wurden informiert. Wir holten die beiden süßen "Mäuse" ab und brachten sie in die SOS-Nager Station. Sie waren reichlich dünn und ziemlich verschreckt, 2 Glatthaarmädchen in schwarz/weiss. Wir nannten sie Micki und Mausi.

Zuerst sollten die beiden vermittelt werden, doch wie es aussah, hat uns "Matrönchen" einen Strich durch die Rechnung gemacht. Matrönchen ist eine alte Meeri-Dame, die frei in der Nagerstation lief. Sie lebte zwar mit den anderen Meeris, nur so eine richtig dicke Freundschaft war bis dato nicht dabei. Doch plötzlich nahm sie die beiden kleinen Mädchen unter ihre Fittiche und "spielte Kindergartentante gerade so, dass sie ihnen nicht das Futter vorkaut". Nachdem Matrönchen die beiden Mädels als ihre Kinder betrachtete, wurden sie nicht weitervermittelt.

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Gänserndorf

Meerschweinchengruppe aus der Konkursmasse das Safariparks Gänserndorf ausgelöst. Der Konkurs des Safariparks geisterte seit längerem durch die Medien. Ein Masseverwalter wurde eingesetzt, verschiedene Institutionen zeigten Interesse an dem Park, aber eine konkrete Vorstellung oder ein Plan, wie es weitergehen soll, war bis dato nicht erarbeitet. Der Park mit 700 Tieren (Löwen, Tiger, Nashorn, Elefanten, Affen etc.) wurde von einer Notverwaltung geführt, ein Pflegeteam tat sein Möglichstes, um die Tiere zu versorgen.

Eine von den Medien verbreitete Meldung war, dass jedes Tier geschätzt wurde und zu einem bestimmten Betrag in die Konkursmasse "eingeflossen" ist. Das war der Zeitpunkt für uns, dem Verein der Meerschweinchenfreunde in Österreich, zu handeln - auch wenn der Beitrag, den wir nun geleistet haben, ein lächerlicher im Vergleich zu den Gesamtproblemen ist.

Nach einigen Verhandlungen mit dem Masseverwalter des Safariparks hatten wir uns entschlossen, die Meerschweinchengruppe des Parks aus der Konkursmasse herauszukaufen. Am Samstag, dem 15.5.2004 war es soweit, um 13:00 Uhr trafen wir uns mit der Leiterin der Pflegemannschaft und fingen dort 19 Meerschweinchen - und weil wir gerade dabei waren und sie dort nicht sitzen lassen wollten - auch 2 Kaninchen ein.

Die Meeris und die beiden Kaninchen waren, außer von ein paar Hautproblemen abgesehen, in gutem Zustand und wurden nach einiger Zeit in der SOS-Nager-Station auch vergeben. Die Quarantäne war notwendig, um Hautprobleme zu behandeln, die Böcke kastrieren zu lassen und eine eventuelle Trächtigkeit der Weibchen ausschließen zu können.

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Ausgesetzte Meeris in Jois

Seit April versuchten Meerschweinchenfreunde, ausgesetzte Meerschweinchen am Rad-/Güterweg von Jois nach Winden einzufangen. Anfänglich wurden bis zu 60 Tiere gezählt, welche aber durch die groß angelegte Fangaktionen und auch Todesfälle auf ungefähr 20 Tiere geschrumpft waren. Wie man aus den Bildern ersehen kann, leben die Schweinchen quasi im "Fressparadies" und dachten nicht im Entferntesten daran sich einfach einfangen zu lassen.

Sie lebten einerseits in den 3 Obstgärten, aber auch im benachbarten Schilfgürtel, wo man es gurren, brommseln und quietschen hörte. Wir waren am Samstag, den 2. November 2006 vor Ort, um uns ein Bild von der Lage zu machen und versuchten mit Käschern, einiger Tiere habhaft zu werden, was uns aber leider misslang.

Da die Tiere den Winter aufgrund der Kälte und der nicht vorhandenen Unterschlüpfe wahrscheinlich nicht überleben würden, haben wir vereinbart eine neuerliche Einfangaktion Ende September zu starten. Danach konnte ein Teil der Schweinchen von Annika selber vermittelt werden, vier Tiere haben wir übernommen, diese warteten dann in unserer Notstation, bis sie einen guten neuen Platz fanden.

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letzte
Aktualisierung:

23.11.2013

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